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traumwellness

Saunaregeln – was in der öffentlichen Sauna gilt

Stand: 13. August 2026

Die meisten Regeln in der öffentlichen Sauna sind keine Vorschrift, sondern Rücksicht. Wer sie kennt, entspannt schneller – und stolpert nicht in die zwei, drei Situationen, in denen erfahrene Saunagänger merklich ungehalten werden.

Textilfrei ist der Normalfall

Im deutschsprachigen Raum wird nackt sauniert. Das hat einen praktischen Grund: Badekleidung nimmt Schweiß auf, trocknet in der Hitze nicht und bringt Chlorreste in den Saunaraum. Ein Handtuch um den Körper geschlungen ist überall in Ordnung, ein Badeanzug in der klassischen Sauna dagegen nicht.

Ausnahmen gibt es: Manche Häuser haben Textilsaunen oder feste Damentage. Beides steht in der Hausordnung.

Immer auf dem Handtuch sitzen

Die wichtigste Regel überhaupt. Kein Körperteil – auch nicht die Füße – berührt das Holz direkt. Das Handtuch muss groß genug sein, dass du komplett darauf liegen oder sitzen kannst.

Duschen vor jedem Gang

Vor dem ersten Gang duschst du dich gründlich ab und trocknest dich anschließend vollständig. Trockene Haut schwitzt schneller. Auch zwischen den Gängen gehört eine kurze Dusche dazu.

Aufguss: nicht stören, nicht wedeln

Der Aufguss wird von einer Person geleitet. Während des Aufgusses bleibt die Tür zu – wer zu spät kommt, wartet auf den nächsten Durchgang. Eigenes Wedeln mit dem Handtuch ist verpönt, ebenso das eigenmächtige Aufgießen. Und wenn dir zu heiß wird, darfst du selbstverständlich jederzeit raus.

Ruhe halten

In der Saunakabine wird nicht oder nur sehr leise gesprochen. Handys sind in praktisch jedem Saunabereich verboten – nicht nur wegen des Lärms, sondern wegen der Kameras.

Der Ablauf eines Saunagangs

  1. Duschen und abtrocknen.
  2. 8 bis 15 Minuten schwitzen. Auf der oberen Bank ist es deutlich heißer. Die letzten ein bis zwei Minuten setzt du dich auf, damit der Kreislauf sich umstellt.
  3. Abkühlen. Erst an der frischen Luft, dann kalt abduschen – immer von den Füßen Richtung Herz. Danach das Tauchbecken, falls vorhanden.
  4. Ruhen. Mindestens so lange wie der Saunagang selbst.
  5. Trinken. Nach dem Saunieren, nicht währenddessen.

Zwei bis drei Durchgänge sind ein vollständiger Saunabesuch. Mehr bringt keinen zusätzlichen Nutzen und belastet den Kreislauf.

Wann du besser nicht in die Sauna gehst

Bei akuten Infekten mit Fieber, bei offenen Wunden und nach Alkoholkonsum. Wer Herz-Kreislauf-Beschwerden hat, schwanger ist oder Medikamente nimmt, die den Kreislauf beeinflussen, klärt den Saunabesuch vorher ärztlich ab. Das ist keine Förmlichkeit – die Kombination aus Hitze und kaltem Abkühlen belastet den Kreislauf messbar.

Was du mitbringst

Zwei Handtücher (eines zum Sitzen, eines zum Abtrocknen), Badeschlappen, einen Bademantel und etwas zu trinken. Viele Thermen verleihen Bademantel und Handtuch gegen Gebühr – die konkreten Preise findest du bei uns im jeweiligen Thermen-Datenblatt.

Häufige Fragen

Muss man in der Sauna nackt sein?

In deutschen und österreichischen Saunen ist Nacktheit die Regel. Badekleidung speichert Feuchtigkeit, heizt sich auf und gilt aus hygienischen Gründen als unerwünscht. Wer sich damit unwohl fühlt, kann sich in ein Handtuch wickeln – das ist überall akzeptiert.

Wie lange sollte man in der Sauna bleiben?

Acht bis fünfzehn Minuten pro Gang sind üblich. Entscheidend ist das eigene Empfinden, nicht die Uhr: Bei Schwindel, Herzklopfen oder Unwohlsein gehst du sofort raus. Zwei bis drei Gänge pro Besuch reichen völlig.

Darf man während eines Aufgusses die Sauna betreten?

Nein. Wer nach dem Start des Aufgusses die Tür öffnet, lässt Hitze entweichen und stört den Ablauf. Warte den nächsten Durchgang ab – in den meisten Saunen hängt ein Aufgussplan aus.

Ab welchem Alter dürfen Kinder in die Sauna?

Das legt jeder Betrieb selbst fest, meist zwischen 6 und 16 Jahren. Viele Häuser haben eigene Familiensaunen mit niedrigerer Temperatur. Die konkrete Altersgrenze steht in der Hausordnung – wir führen sie bei jeder Therme im Datenblatt.